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Dachten wir nicht alle, dass die Einsamkeit verschwindet, sobald die Pandemie vorbei ist? Eine neue Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung mit 16.000 Teilnehmenden zeigt jetzt das Gegenteil: Das Gefühl der Isolation hat sich verfestigt. Wir ordnen die Ergebnisse ein und erklären, warum das kein Grund zur Verzweiflung ist, sondern ein Weckruf, soziale Gesundheit endlich ernst zu nehmen.

Erinnerst du dich an die Hoffnung von 2021? Wir dachten: „Sobald die Masken fallen, die Bars öffnen und wir wieder ins Büro dürfen, wird alles wie früher.“ Wir hielten die Einsamkeit für eine temporäre Nebenwirkung der Krise.
Doch jetzt schreiben wir das Jahr 2026. Die Restaurants sind voll, die Terminkalender platzen aus allen Nähten – und trotzdem fühlen sich viele von uns innerlich isolierter denn je. Vielleicht kennst du dieses seltsame Gefühl: Du bist unter Menschen, lachst, redest – und fährst danach mit einer tiefen Leere nach Hause.
Ist das Einbildung? Nein. Eine brandneue wissenschaftliche Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) bestätigt jetzt schwarz auf weiß, was viele von uns spüren: Die Einsamkeit ist nicht gegangen. Sie hat sich verfestigt.
Wir haben die Ergebnisse der sogenannten FReDA-Studie für dich analysiert. Und sie liefern eine extrem wichtige Botschaft: Es liegt nicht an dir.
Die Forschenden haben über Jahre hinweg rund 16.000 Menschen zwischen 18 und 50 Jahren begleitet. Der Blick auf die Daten ist ernüchternd, aber auch hilfreich:
Besonders spannend ist der Blick auf die Lebensformen. Die Studie zeigt glasklar, dass unser Beziehungsstatus wie ein Puffer für unsere Seele wirkt.
Wer mit einer Partnerin oder einem Partner zusammenlebt, berichtete über deutlich weniger Belastungen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Singles (mit und ohne Kinder) tragen die größte mentale Last. Auch Frauen berichteten in der Studie häufiger über Einsamkeit und Ängste als Männer.
Das klingt erst einmal ungerecht. Aber aus psychologischer Sicht ist es logisch: Wir Menschen sind bindungsorientierte Wesen. Wenn der „automatische“ Austausch zu Hause wegfällt (das gemeinsame Abendessen, das kurze Gespräch im Flur), fehlt uns ein wichtiger Regulationsmechanismus für Stress.
Diese Zahlen sollen dir keine Angst machen. Im Gegenteil: Sie sollen dich entlasten.
Wenn du dich einsam fühlst, obwohl du „eigentlich“ wieder rausgehen kannst, dann bist du nicht falsch. Du bist Teil eines strukturellen Phänomens.Die Studie beweist, dass Einsamkeit kein individuelles Versagen ist („Ich bin zu uncool“ oder „Ich strenge mich nicht genug an“), sondern eine reale Gesundheitsherausforderung für Millionen von Menschen.
Die wichtigste Erkenntnis aus der Studie ist für uns bei platoniq: Wir dürfen nicht warten, bis die Einsamkeit von allein geht. Sie tut es nicht.Wir müssen soziale Gesundheit (Social Health) genauso proaktiv behandeln wie unsere körperliche Fitness.
Was kannst du konkret tun?
Einsamkeit ist das „neue Normal“ für ein Drittel der Gesellschaft. Das ist eine harte Realität. Aber es bedeutet auch: Du bist nicht allein mit diesem Gefühl.Es ist Zeit, Verbindungen nicht mehr dem Zufall zu überlassen, sondern sie als die wichtigste Ressource für deine mentale Gesundheit zu verstehen und zu pflegen.
Einsamkeit verschwindet nicht einfach so. Sie löst sich, wenn du beginnst, dich selbst und andere wirklich zu verstehen.
In 6 Wochen lernst du: wie Nähe entsteht, wie du Muster durchbrichst und wie du Beziehungen aufbaust, die gut tun.
Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft, Schritt für Schritt zu wachsen.